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Einem Sturz im Alter vorbeugen

Einem Sturz im Alter vorbeugen

Einem Sturz im Alter vorbeugen

Auswirkungen eines Sturzes im Alter

Ein Sturz im Alter kann die Bewegung stark einschränken. Die Angst steigt erneut hinzufallen. Ältere schränken sich dann aus falscher Vorsicht ein. Das wöchentliche Bad ist aufgrund des Einstiegs in die Wanne passé. Freunde werden nicht mehr besucht.

Folgen eines Sturzes

Die mangelnde Bewegung begünstigt den Rückgang von Muskeln. Sie werden im Gang unsicherer. Eine zunehmende gebeugte Haltung und das fehlende Mitschwingen der Arme fördern die Abnahme der Balance. Die Nutzung Ihrer Gleitsichtbrille fordert Sie mit nachlassender Sehkraft.

Folgen von Erkrankungen

Zusätzliche Erkrankungen fordern Ihre Aufmerksamkeit und begünstigen einen Sturz im Alter weiter. Ein klassisches Beispiel ist der erhöhte Harndrang im Alter. Im eigenen Haus kennt man sich aus. Die Toilette wird in der Nacht ohne Beleuchtung und einfachen Hausschlappen aufgesucht. Schon ist es passiert und Sie sind hingefallen.

Sturzprophylaxe: Was können Sie selbst tun?

Einfache Maßnahmen können das Risiko von Stürzen minimieren.

Verringern Sie Stolperfallen indem Sie möglichst wenige Teppiche im Haus auslegen. Denn häusliche Unfallquellen wie die Teppich- oder Treppenkanten fördern Stürze.

Weitere Maßnahmen zur Sturzprophlaxe stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Körperliches Training: Bauen Sie Muskeln auf!

Durch gezieltes Muskeltraining können Sie wichtige Muskeln aufbauen, die Ihnen dabei helfen nicht zu stürzen. Dadurch steigert sich Ihre Balance- und Gangsicherheit.

In der Abteilung der Physikalischen Therapie der Klinik Bad Windsheim werden in Absprache mit der Geriatrischen Rehabilitation beispielsweise stationär verschiedene Tests durchgeführt. Ihr Gleichgewichtssinn, Standsicherheit und Beweglichkeit werden von geschulten und erfahrenen Physiotherapeuten überprüft, um die Sturzgefahr abzuschätzen. Bei Personen mit Herz- oder Lungenerkrankungen werden auf Anweisung des behandelnden Arztes zudem Geh-Tests mit Zeitabnahme durchgeführt. Die Leistungsfähigkeit wird getestet.

In einem Training mit einem festen Schema wird ihre Kraft und Balance trainiert, um Stürzen zukünftig vorzubeugen. Ihre Balance wird im Stand und in der Bewegung trainiert. Das Ziel ist, dass Sie die Belastung ihrer Füße im Stand und im Gang bewusster wahrnehmen. Für das Krafttraining werden Gewichte verwendet. Es findet ein Wechsel zwischen der Stärkung der Beine im Stehen und der Stärkung der Arme im Sitzen statt.

Was sollte medizinisch getan werden?

Überprüfung Ihres Blutdrucks:
Sie fühlen sich nicht mehr so sicher auf den Beinen. Überprüfen Sie regelmäßig und in Rücksprache mit Ihrem Hausarzt ihren Blutdruck, wenn Sie zu einem hohen Blutdruck neigen.

Überprüfung der Medikamenteneinnahme:
Die Medikamenteneinnahme kann einen Einfluss auf Ihren Gleichgewichtssinn haben. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt bzw. Facharzt.

Medizinische Abklärung:
Behalten Sie nachgewiesene Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und Veränderungen Ihrer Knochen z.B. Knochenschwund nach Osteoporose im Blick. Suchen Sie regelmäßig Ihren Haus- bzw. Fachärzte auf.

Wer oder was bietet mir noch Unterstützung?

Technische Hilfsmittel nutzen:
Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen darüber, ob technische Hilfsmittel wie beispielsweise ein Bewegungsmelder Ihren Alltag und damit auch Ihren Gang sicherer machen könnten. Ein Termin bei der Wohnraumberatung kann sich auch lohnen.

Kleine Helfer des Alltags:
Nutzen Sie doch anstatt normaler Bettsocken, Antirutschstrümpfe um den Toilettengang in der Nacht sicherer zu absolvieren.

Weitere Informationen zum Thema Sturz im Alter, zur altersgerechten Wohnung, Finanzierung von Wohnraumumbaumaßnahmen sowie eine Checkliste zur Überprüfung des eigenen Wohnumfeldes auf Gefahrenquellen, finden Sie bei den weiterführenden Informationen weiter unten. Lesen Sie zudem unseren Ratgeber “Altersgerechtes Wohnen – Finanzierung und Möglichkeiten”.

Der Ratgeber wurde in Zusammenarbeit mit der Physikalischen Therapie der Klinik Bad Windsheim erstellt.

Ansprechpartner vor Ort

Weiterführende Informationen

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Thema:

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