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Informationen zum Thema Demenz

Informationen zum Thema Demenz

Informationen zum Thema Demenz

Wie gehe ich als pflegender Angehöriger mit einer Demenz um?

Informationen zum Thema Demenz sind wichtig, um die Krankheit und den Betroffenen besser zu verstehen. Denn eine demenzielle Erkrankung bringt Veränderungen der Gedächtnisleistung und der Persönlichkeit des Erkrankten mit sich. Veränderte Rollenbilder können die Folge sein. Die Kinder oder Ehepartner erklären den Eltern bzw. dem Partner, was sie bitte tun oder lassen sollen. Der unmittelbare Angehörige muss den gewohnten Alltag über Bord werfen. Körperliche und seelische Belastungszustände wie Erschöpfung und Angstzustände können im schlimmsten Fall zu einer Depression führen. Hobbies werden zu Gunsten des Pflegebedürftigen zurückgefahren. Eine weitere Folge können finanzielle Belastungen für den pflegenden Angehörigen sein. Der körperliche Abbau des Betroffenen schmerzt, Gefühle der Entfremdung stellen sich ein.

Hilfsmöglichkeiten und Informationen für pflegende Angehörige

Um für den weiteren Krankheitsverlauf gewappnet zu sein, könnten für Angehörige die nachfolgenden Informationen zum Umgang mit dem Thema Demenz hilfreich sein:

  • Informationsvermittlung: Zu wissen wie man der Krankheit begegnen kann, verringert die Anfälligkeit für depressive Erkrankungen, denn
    • Man bekommt das Gefühl, der Krankheit kompetenter begegnen zu können.
    • Man baut eine angemessenere Erwartungshaltung gegenüber der erkrankten Person auf. Zum Beispiel kann eine demente Person durch den Einbezug in die Hausarbeit aktiviert werden.
  • Besuch von Pflegekursen
  • Nutzung der Angebote von Beratungsstellen wie der Fachstelle für pflegende Angehörige
  • Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen wie z.B.
  • Nutzung von Betreuungsgruppen
  • Austausch in entsprechenden Gesprächskreisen
  • Einbezug der erweiterten Familie
  • Akzeptanz das man sich von Erkrankten täglich ein Stückchen verabschieden muss

Tipp

Sorgen Sie als Angehöriger für sich selbst:

  • Planen Sie feste Rituale wie z.B. ein Treffen mit Freunden ein.
  • Legen Sie eine Pause in der Pflege ein.
  • Nutzen sie Entspannungstechniken wie:
    • Autogenes Training
    • Progressive Muskelentspannung für aktive Personen
    • Yoga für die Entspannung von Körper und Seele, zur Erhöhung der Beweglichkeit

Zum Erlernen der Techniken sollten Sie professionelle Kurse, die beispielsweise von der Volkshochschule angeboten werden, in Anspruch nehmen.

Gründliche Information hilft, die Krankheit und den Erkrankten zu verstehen

Die Verhaltensweisen des Dementen werden als krankheitsbedingt und nicht als Provokation wahrgenommen. Man lernt, das mögliche aggressive Verhalten nicht mit Aggression, sondern mit Ruhe und wohlwollenden, wertschätzenden Erklärung des gewünschten Verhaltens zu begegnen. Der Betroffene macht nicht mit Absicht einen Fehler.

Lesetipps

Lesen Sie noch mehr zum Thema in unserem Fallbeispiel “Frau Wagner möchte zu Hause wohnen bleiben” oder in unseren Büchertipps:

Lindmeier, Bettina; Lubitz, Heike (2016): Schulungsmethoden der Erwachsenenbildung zum Thema Demenz bei geistiger Behinderung. In: Sandra Verena Müller und Gärtner (Hg.): Lebensqualität im Alter, Bd. 38. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, S. 279–295, zuletzt geprüft am 30.07.2019.

Lubitz, Heike (2014): “Das ist wie Gewitter im Kopf!” – Erleben und Bewältigung demenzieller Prozesse bei geistiger Behinderung. Bildungs- und Unterstützungsarbeit mit Beschäftigten und Mitbewohner/Innen von Menschen mit geistiger Behinderung und Demenz. Bad Heilbrunn: Klinkhardt (Klinkhardt Forschung).

Hagg-Grün, Ulrich (2013): Demenz, Delir, kognitive Einschränkung In: Zeyfang, Andrej; Hagg-Grün, Ulrich; Nikolaus, Thorsten (Hg.) (2013): Basiswissen Medizin des Alterns und des alten Menschen. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg, S. 141-166

Frohn, Birgit; Staack, Swen (2012): Demenz: Leben mit dem Vergessen. Diagnose, Betreuung, Pflege ; ein Ratgeber für Angehörige und Betroffene. 1. Aufl.

Ansprechpartner vor Ort

Weiterführende Informationen

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Thema:

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